Themen wie nachhaltige Digitalisierung und ein konkreter Mehrwert für die Landwirtschaft sind dir wichtig? Du möchtest an einem praxisnahen Forschungsprojekt mitwirken und deine eigenen Ideen einbringen? Dann passt du gut zu uns.
Die Landwirtschaft wird immer digitaler: von Sensoren im Stall bis hin zu Plattformen für den Austausch von Betriebsdaten. Doch die Informationen stammen aus vielen verschiedenen Quellen und liegen in unterschiedlichen Formaten vor. Für Landwirt:innen, Tierärzt:innen und andere Beteiligte steckt darin zwar großes Potenzial, in der Praxis sind die Daten aber oft schwer nutzbar. Genau hier setzt SimpleAgriData an.
Wir erforschen, wie sich diese Daten in der ökologischen Landwirtschaft besser nutzen lassen, zum Beispiel, um Ressourcen effizienter einzusetzen, die Tiergesundheit zu fördern und die Betriebe wirtschaftlich zu stärken. Im Projekt werden verschiedene Datenquellen, z. B. Klimadaten, automatisiert in eine zentrale Datenplattform integriert. Darauf aufbauend entwickeln wir Apps zur Visualisierung von Zeitreihendaten, zur Annotation von Daten sowie zur Unterstützung von Landwirten bei der Datenerfassung und -bearbeitung. Ziel ist eine effiziente Nutzung der Daten für digitale Anwendungen in der Landwirtschaft.
Die Bachelorthesis adressiert die semantische Interoperabilität in der ökologischen Hähnchenmast, einem Bereich, der unter anderem durch heterogene Datenquellen, unterschiedliche Datenqualitäten und fehlende einheitliche Modellierung geprägt ist. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer semantischen Schicht zur Integration und Strukturierung vorhandener Daten, einschließlich der Einbindung und Erweiterung bestehender Ontologien und Verwendung von Thesauri aus der Landwirtschaftsdomäne. Aufbauend auf parallel bereinigten und physikalisch optimierten Datenbeständen sowie einer vorhandenen Systemarchitektur sollen Daten aus verschiedenen Quellen (z. B. Zeitreihen- und relationale Datenbanken) semantisch angereichert und prototypisch über geeignete Konnektoren zugänglich gemacht werden. Die Ergebnisse der Arbeit sollen als Teil der Datenplattform Open-Source bereitgestellt werden. Ergänzend können optional Untersuchungen zu den Auswirkungen der Energiekosten eines semantischen Layers auf mögliche Nachhaltigkeitseinbußen im Sinne des Green Computing durchgeführt werden. Die konkreten Forschungsfragen werden vor Beginn der Arbeit gemeinsam ausgearbeitet.
Dafür suchen wir ab sofort Bachelorstudierende der Informatik. Die Arbeit wird betreut von einer Forschungsgruppe des ISRG an der Hochschule Karlsruhe.
Dein Profil
•Bachelorstudium Informatik
•Grundkenntnisse in Datenmodellierung und Datenbanksystemen
•Erste Erfahrung mit heterogenen Daten (z. B. relationale DB, Zeitreihen)
•Interesse sich in semantische Technologien (Ontologien, RDF/OWL, Knowledge Graphs) einzuarbeiten
•Optional: Interesse an Green Computing, Interesse an dezentralen Datenarchitekturen
•Bereitschaft zur Einarbeitung in neue Methoden und Tools
•Grundkenntnisse in Python oder vergleichbarer Programmiersprache
•Verständnis grundlegender Softwarearchitekturen
•Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
•Motivation, mit der eigenen Arbeit einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen
Kontakt:
Jeanne Sinn: jeanne.sinn@h-ka.de oder
Christine Preisach: christine.preisach@h-ka.de